Bully Krankheiten

Der Bully zeigt euch erst das er krank ist, wenn es ihm ganz ganz schlecht geht. Sie äußern sich nicht immer sofort, wenn es ihnen schlecht geht, sondern sie leiden still!
Um allerdings eine Krankheit frühzeitig zu erkennen, solltet ihr euren Bully bereits bei den kleinsten Veränderungen genauer beobachten und lieber zum Tierarzt gehen. Sucht euch dabei einen Tierarzt aus, der sich auch wirklich mit Bullys auskennt, denn Bullys sind nicht wie alle anderen Hunde! Je ehr eine Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen und desto schneller verläuft der Heilungsprozess. Also lieber einmal mehr als zu wenig zum Tierarzt.
ALLERGIEN
Davon können Hunde genauso wie wir Menschen betroffen sein. Die ersten Anzeichen für eine Allergie sind meist Hautreizungen mit starkem Juckreiz am Rücken, Kopf, Analgegend oder Ohrenzwang. Durchfall, Erbrechen oder Müdigkeit können ebenso auf eine Allergie hindeuten. Die Ursachen und Art der Allergie sollten grundsätzlich von einem Tierarzt erkundet werden, da dies für einen Laien meißt sehr schwierig ist.
ANALDRÜSEN / ANALBEUTEL
Das "Bodenrutschen" ist ein Anzeichen für Sekretstau in den Analdrüsen. Dabei rutschen die Hunde mit dem Hintern über den Boden und lecken sich häufig am Afterbereich. Das gestaute Sekret (eine übelriechende bräunliche Flüssigkeit) wird durch das Ausdrücken der Drüsen entfernt. Allerdings ist vom Entfernen der Analdrüsen abzuraten, da der Hund dort seinen eigenen Geruch bildet. Er benötigt also diese Drüsen, um von anderen Hunden erkannt zu werden und damit er sein Revier markieren kann.
BINDEHAUTENTZÜNDUNG
Wird meist durch Zugluft verursacht und zeigt sich druch tränende Augen und gerötete Bindehaut. Durch dir großen Augen, neigt die Französische Bulldogge sehr häufig zu einer Bindehautentzündung. Die Augen dann vorsichtig mit einem weichen Tuch reinigen und den Tierarzt aufsuchen. Ihr werdet dann sicher eine Salbe oder Augentropfen bekommen.
BLASENENTZÜNDUNG
Kommt häufig bei Hündinnen vor und ist meist eine bakterielle Erkrankung. Starker Harndrang und Inkontinenz, oft von Fieber begleitet, sind Anzeichen für eine Blasenentzündung. Manchmal ist der Urin auch blutig. In schlimmeren Fällen können die Keime bis zur Niere wandern und es kommt zu einer NIERENBECKENENTZÜNDUNG. Dies ist eine sehr ernste Erkrankung, die häufig von Fieber, Erbrechen und Nierenschmerzen begleitet wird. Unbedingt zum Tierarzt! Der Hund muss dann viel trinken und darf sich nicht unterkühlen, Achtung im Winter!
BLASENSTEINE
Blasensteine bilden sich durch eine Stoffwechselstörung. Sie können sich bei Fütterung von Trockenfutter mit hohem Anteil Rohasche und zu geringer Flüssigkeitsaufnahme bilden. Eine chronische Blasenentzündung kann allerdings auch die Ursache sein. Blasensteine müssen operativ entfernt werden und der Hund wird dann meist auf Diätfutter umgestellt. Der Hund muss viel trinken, damit die Blase gut gespült wird.
DURCHFALL
Kann häufig bei einer plötzlichen Ernährungsumstellung auftreten. Besonders Welpen und junge Hunde haben einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt. Man sollte daher nicht mit der Nahrung experimentieren, sondern dem Magen Zeit geben, sich an das Futter zu gewöhnen. Auf jeden Fall frühzeitig zum Tierarzt gehen, denn gerade für Welpen kann Durchfall sehr gefährlich werden. Allerdings kann Durchfall auch ein Anzeichen von Parasitenbefall (Würmern...) sein.
DURST
Vermehrter Durst ohne erklärbare Gründe kann auf einen Infekt oder auf ein Nieren- oder Leberleiden, sowie auf Zuckererkrankung hindeuten.
ERBRECHEN
Kommt bei den Bullys häufig vor, wenn der Hund zum Beispiel zu hastig gefressen hat oder sofort danach spielen will. Einige Vertreter der Französischen Bulldogge neigen bei großer Aufregung, Freude oder Ziehen an der Leine zum Erbrechen. Es kann sich aber auch um einen verschluckten Fremdkörper handeln, besonders bei anhaltendem Würgereiz. Ein Parasitenbefall kann ebenfalls die Ursache sein. Bei andauerndem Würgen oder Erbrechen bitte sofort zum Tierarzt.
FIEBER
Beim erwachsenen Hund liegt die normale Körpertemperatur bei ca. 38,5°C (37,5-39°C) und beim Welpen bei 39,5°C. Die Temperatur wird immer rektal gemessen. Warme Ohren oder eine trockene Nase deuten nicht unbedingt auf Fieber hin, dem Hund kann im Sommer einfach nur warm sein.
FLÖHE
Man findet meist den Kot der Flöhe im Fell der Hunde. Das sind staubkorngrosse, oder besser kleine, schwarze Punkte. Manchmal sieht man auch die Flöhe selbst, das sind stecknadelkopfgroße braun-schwarze Tierchen. Häufiges Kratzen kann ein Anzeichen für Flöhe sein. Flöhe verbreiten sich extrem schnell, da die Eier aus dem Fell fallen und sich in der gesamten Umgebung verbreiten. Bei Flohbefall also nicht nur den Hun, sondern auch die gesamte Wohnung behandeln. Da die Flohlarven lange in Teppichen überleben können, auch etwas gegen die Larven tun. Beim Tierarzt oder in Tierläden gibt es passende Mittel. Für die Wohnung am Besten ein Umgebungsspray benutzen.
H.C.C. (Hepatitis contagiosa canis)
Es handelt sich um eine, durch einen Virus hervorgerufene und ansteckende Leberentzündung. Die Ansteckung erfolgt oral (Speichelaufnahme, Urinaufnahme...). Anzeichen sind hohes Fieber, Futterverweigerung, starker Durst und Lustlosigkeit. Es kann zu Augen- und Nasenausfluss kommen, manchmal auch Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Der Hundehalter bemerkt die Krankheit oft gar nicht. Der Hund kann plötzlich kollabieren und innerhalb von 24 Stunden sterben. Der beste Schutz ist die regelmäßige Impfung!
HD (Hüftgelenksdysplasie)
Unter HD versteht man eine Fehlbildung des Hüftgelenkes. Hierbei passen die Pfanne des Beckenknochens und der Kopf des Oberschenkels nicht richtig zusammen. Dadurch entsteht eine schmerzhafte Reibung der Gelenke und es kommt zur Bildung von Knorpeln, die den Hund in seinem normalen Bewegungsablauf behindern. Da HD eine vererbbare Krankheit ist, sollte jeder Züchter seine Zuchttiere auf HD untersuchen lassen und nur bei einem HD-freien Befund die Tiere zur Zucht einsetzen. Ein weiterer Risikofaktor für HD ist starkes Übergewicht des Hundes. Es kann eine Bewegungstherapie angewendet werden und die Ernährung umgestellt werden. Bei mittlerer bis schwerer HD ist eine Operation unumgänglich. Erste Anzeichen für HD sind Veränderungen im Bewegungsablauf des Hundes (Probleme beim Aufstehen, empfindlich bei Berührungen im Hüftbereich). HD wird meist nur bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt. Das Röntgen muss unter Narkose erfolgen.
HITZESCHLAG
Die Französische Bulldogge neigt vor allem im Sommer leicht zur Überhitzung. Achtet daher beim Bully sehr genau auf erste Anzeichen. Starkes Hecheln, Speichelfluss, blaue Zunge (AKUTE ATEMNOT; KREISLAUFKOLLAPS DROHT!) sind Anzeichen eines Hitzeschlages. Der Hund muss dann sofort an einen kühlen und schattigen Platz und sollte mit kühlen Tüchern umwickelt und langsam abgekühlt werden - nicht eiskalt abduschen! Der Hund sollte viel trinken. Es ist empfehlenswert beim Gassigehen immer eine Hundetrinkflasche und ein Tuch dabei zu haben.
HUSTEN
Es kann sich um eine einfache Erkältung handeln, in schlimmeren Fällen kann es auch ein Anzeichen für eine Herzerkrankung sein. Der Hund könnte auch einen Fremdkörper verschluckt haben. Wird der Husten durch Würgen und Erbrechen von zähem Schleim begleitet, kann es sich auch um eine Bronchitis oder Zwingerhusten handeln. Lieber gleich zum Tierarzt gehen!
INKONTINENZ
Kommt häufig bei älteren Hunden und manchmal bei kastrierten Hündinnen vor. Es kann ein Anzeichen einer Blasenentzündung sein.
KREBSERKRANKUNG
Mit zunehmendem Alter kommt bei unkastrierten Hündinnen häufig ein Gesäugetumor und bei unkastrierten Rüden Hodenkrebs vor. Ja nach Alter des Tieres und nach Schwere der Erkrankung kann das Tier operiert werden. Bei einer Hündin sollte regelmäßig das Gesäuge abgetastet werden. Sobald ein Knoten festgestellt wird, bitte sofort zum Tierarzt und abklären lassen!
LEPTOSPIROSE (STUTTGARTER HUNDESEUCHE)
Eine durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung. Die Bakterien setzen sich in den Nieren fest. Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt oder oral durch die Aufnahme von z.B. verseuchtem Wasser. Die Anzeichen sind meist schwer zu deuten. Fieber, Erbrechen, Nahrungsverweigerung, starker Durst, Schwäche oder Atembeschwerden können Symptome sein. Beim Aufstehen haben die Hunde Schmerzen und sie sind in der Nierengegend druckempfindlich. Regelmäßige Schutzimpfungen sind empfehlenswert.
LUNGENENTZÜNDUNG
Anfangs sind die Symptome genau wie bei einer Erkältung, allerdings kommt es häufig noch zu hohem Fieber. Bleibt die Lungenentzündung unbehandelt, kann der Hund daran sterben. Eine Behandlung sollte mit Antibiotika erfolgen.
MILBEN
Kratzt sich der Hund häufig, können Milben die Ursache sein. Mit bloßem Auge sind Milben kaum zu erkennen, manchmal sieht man sie als kleine Pünktchen im Fell, an den Ohren, oder da wo der Hund sich kratzt. Es gibt verschiedene Milbenarten. Immunschwache und junge Hunde werden oft von der Demotexmilbe befallen. Stark gerötete, kahle oder verkrustete Stellen auf der Haut können ein Anzeichen für Milben sein. Bei Milbenbefall unbedingt zum Tierarzt, er kann die Milbenart feststellen und die richtige Behandlung einleiten. Die Heilung und das Nachwachsen des Fells dauert in der Regel etwas länger. Vor allem die Demotexmilbe ist extrem hartnäckig. Es sollte auf jeden Fall die Ursache für das Auftreten der Milben gefunden werden.
NICKHAUTVORFALL
Die Nickhaut, auch drittes Augenlied genannt, tritt dabei hervor. Wenn man Glück hat, kann man die Nickhaut wieder alleine in das Auge drücken, es wird aber der Gang zum Tierarzt empfohlen!
PARVOVIROSE
Die Parvovirose wird durch einen Virus verursacht und kann in zwei Formen auftreten. Entweder als unheilbare Herzmuskelenzündung oder als Darmwandentzündung. Die Darmwandentzündung ist mit einem starken Flüssigkeitsverlust und Gewichtsverlust verbunden und verläuft oft tödlich. Fieber, starkes Erbrechen und blutiger Durchfall können Symptome sein. Verseuchte Welpen setzen oft einen sauer riechenden flüssigen Kot ab. Dieser Virushaltige Kot ist die Hauptursache für eine Ansteckung. Die regelmäßige Impfung ist der beste Schutz.
PATELLA-LUXATION
Hierbei handelt es sich um eine vererbbare Krankheit der Kniescheibe (Patella). Die Kniescheibe rutscht aus ihrer eigentlichen Lage heraus und verursacht somit starke Schmerzen. Das Herausrutschen der Kniescheibe kann sogar zu Lahmheit führen. Es sind aber nicht immer Anzeichen für diese Krankheit erkennbar. Sicherheit kann nur eine tierärztliche Untersuchung vor der Zucht bringen!
SCHEINTRÄCHTIGKEIT
Die meisten Hündinnen sind nach der Läufigkeit scheinträchtig. Dabei zeigt die Hündin eine scheinbare Mutterschaft und verhält sich wie eine Hündin nach dem Werfen ihrer Welpen. Die Hündin baut ein Nest und das Gesäuge schwillt an. Es kommt auch vor, dass das Spielzeug umhergetragen wird, so als würde es sich dabei um einen Welpen handeln. Manche Hündinnen bilden sogar zeitweise Milch und wird aggressiv ihrer Umwelt gegenüber. Bei häufiger Scheinschwangerschaft steigt das Risiko zum Gesäuge- oder Gebärmutterkrebs. Die Hündin sollte dann mit Hormonen behandelt oder sogar kastriert werden.
STAUPE
Hierbei handelt es sich um eine durch einen Virus hervorgerufene Infektionskrankheit. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Fieber, Lustlosigkeit, Nahrungsverweigerung, zähflüssiger Augen- oder Nasenausfluss können Anzeichen sein. Der Ausfluss ist ansteckend. Die "nervöse Form" der Staupe verursacht Schädigungen im Gehir. Es kann zu Gleichgewichtsstörungen kommen und der Hund kann Lähmungserscheinungen und krampfartige Anfälle bekommen. Diese Staupeform endet mit dem Tod. Auch hier ist die regelmäßige Imfpung der beste Schutz.
TOLLWUT
Es handelt sich um eine gefährliche Virusinfektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Der Virus dringt über Hautwunden (Biss...) ein. Diese Krankheit endet immer tödlich. Scheue Tiere können auf einmal sehr zutraulich werden, Tiere werden nervös und haben starken Speichelfluss und Schluckbeschwerden. Lähmungen am Ende des Krankheitsverlaufes führen zum Tod. Ungeimpfte Tiere werden sofort eingeschläfert. Die jährliche Imfpung muss sein!
WURMBEFALL
Viele Hunden haben dann das "Bodenrutschen" als Anzeichen. Verursacht wird diese Rutschen durch einen starken Juckreiz. Bei sehr starkem Wurmbefall können die Würmer im Kot sichtbar sein. Es gibt verschiedene Wurmarten und einige sind auf den Menschen übertragbar. Ein regelmäßiges Entwurmen (alle 3 bis 6 Monate) ist empfehlenswert. Die Entwurmungskur gibt es beim Tierarzt.
ZAHNSTEIN
Hat sich Zahnstein gebildet, sollte dieser vom Tierarzt entfernt werden. Dies geschieht meist unter Vollnarkose und mit einem Ultraschallgerät. Zur Vorbeugung dem Hund Kauknochen geben. Zahnstein kann eine Ursache für Leberschäden, Herzklappenschäden, Nierenschäden und natürlich Karies sein.
ZECKEN
Zecken beissen sich in der Haut fest und können Krankheiten übertragen. Besonders zwischen März und Oktober ist in Wäldern und auf Wiesen auf Zecken zu achten. Der Hund sollte nach einem Spaziergang gründlich abgesucht werden und zur Not die Zecke mit einer Zeckenzange entfernt werden. Schutz können spezielle Halsbänder geben.
ZWINGERHUSTEN
Zwingerhusten wird auch infektiöse Tracheobronchitis genannt. Es handelt sich um eine Erkrankung der oberen Atemwege. Zwingerhusten wird per Tröpfcheninfektion übertragen. Fieber, Futterverweigerung, Würgen und Erbrechen von Schleim, Schleimbildung und Lustlosigkeit können Anzeichen sein. Der Bully zeigt leider erst sehr spät, dass es ihm schlecht geht, somit ist der Zwingerhusten oft schon bis in die Lunge vorgedrungen. Unbedingt zum Tierarzt! Die Behandlung kann sehr lange dauern und es werden meist starke Antibiotika verabreicht.
Die regelemäßige Imfpung (unbedingt auch die Nasenimfpung) sind der beste Schutz.
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